HEILIGENSTADT – Die diesjährige Hegeschau beweist es wieder: Der Wildbestand in der Hegegemeinschaft Leinleitertal Jura Süd ist gesund. „Wir haben in unseren Revieren eine verhältnismäßig ausgewogene Relation von jungen und älteren Böcken. Lediglich die Tiere, die nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt sind, sollten mehr geschont werden. Nur so können mehr alte Böcke nachwachsen“, sagte Klaus Philipp, Vorsitzender der Hegegemeinschaft. In der Heiligenstädter Örtelscheune konnte er 14 Medaillen in den Kategorien Gold, Silber und Bronze für die stärksten erlegten Böcke verteilen.

Die jährlichen Hegeschauen, bei denen die Gehörne der erlegten Böcke gezeigt werden, geben Aufschlüsse über den Aufbau, die Gesundheit und die Ernährungssituation der Wildbestände in den Revieren. Die Jäger, die alle über ihre Abschüsse Rechenschaft ablegen müssen, können sich so qualifiziert über den Wildbestand austauschen.

Durch Hegeschauen wird auch überprüft, ob nach den regional geltenden Bejagungsrichtlinien gejagt wurde – ob die Jäger also beispielsweise eher ältere Tiere schießen und jüngere schonen. In erster Linie dienen die Hegeschauen daher der Abschusskontrolle, der Belehrung und der weiteren Hege- und Abschussplanung, um ein natürliches Gleichgewicht von Wild und Wald zu wahren.

Die Schützen der stärksten Böcke werden jedes Jahr prämiert. In der Kategorie Gold konnten diesmal Wilhelm Bauer (Revier Siegritz) und Hans Saffer (Revier Frankendorf) je eine Medaille mit nach Hause nehmen. Silber wurde insgesamt viermal, Bronze achtmal vergeben.

Hegeschau am 09. März 2007 - Foto: Elisabeth Pöhlmann

Auf dem Bild freuen sich (v.li.): Helmut Kestler (Bronze, Revier Poxdorf), Martina Blößer aus dem Frankendorfer Revier stellvertretend für Hans Saffer (Gold), Gerd Schmitt stellvertretend für Ron Harz aus dem Revier Tiefenhöchstadt (Silber), Adolf Nüßlein aus dem Revier Königsfeld stellvertretend für Robert Panzer (Silber), Herbert Lehneis aus dem Revier Oberngrub stellvertretend für Oskar Henneberg (Bronze) und Wilhelm Bauer aus dem Revier Siegritz (1x Gold, 2x Bronze).