Immer mehr Jäger aus Franken machen mobil gegen die erhöhten Abschussquoten der Bayerischen Staatsregierung. Nach der Hegegemeinschaft Leinleitertal Jura Süd steigt nun auch die Kreisgruppe Forchheim auf die Barrikaden und kritisiert öffentlich das Verbissgutachten (alias Vegetationsgutachten) der Ministerialen – und die falschen Schlüsse, die daraus gezogen werden.
Der Fränkische Tag (FT) brachte in seiner Ausgabe vom gestrigen Samstag ein Gespräch mit Hermann Müller von den Forchheimer Jägern. Demnach fordert der Staat für die neun Forchheimer Hegegemeinschaften jetzt vier bis acht Prozent mehr Abschüsse als im Vorjahr. Das ist noch relativ moderat, denn in manchen Teilen Bayerns wurden bis zu 45 Prozent mehr vorgeschrieben. Motto: Wald statt Wild. Daher kritisiert Müller im FT die Konsequenzen des Behördenurteils: “Es werden zu 7200 erlegten und durch Straßentod umgekommenen Rehen weitere 400 durch Abschusserhöhung hinzukommen.”
Als zusätzlicher Kritiker der Abschussquoten kommt in einem nebenstehenden Artikel Klaus Philipp zu Wort, Vorstand der Hegegemeinschaft Leinleitertal Jura Süd. Unter der Überschrift “Behörden statt Jäger” bezieht Philipp klar Position gegen das Gutachten: “Ich werde kein Tier schießen, nur um einer für mich sinnlosen, bürokratischen Forderung nachzukommen.” Denn fragt er bei der Unteren Jagdbehörde nach, wo die drastisch verbissenen Stellen seien, so bekommt er keine Antwort. Eine schwerpunktmäßige Bejagung an betroffenen Punkten ist für ihn daher unmöglich. Das Gutachten führt sich selbst ad absurdum. Die Rechnung zahlt das Wild.
Mehr zum Thema lesen Sie auf JuraJagd in unserer Pressemitteilung Jäger gegen ‘bürokratischen Unsinn’ vom 21.03.2007.







No comments yet
Kommentar-Feed für diesen Beitrag