SIEGRITZ – Durch die Reviere der Hegegemeinschaft Leinleitertal Jura Süd schlängeln sich viele Landstraßen. Häufig kreuzen Rehe, Hasen, Wildschweine und Füchse die Wege, Unfälle sind vorprogrammiert. Wenn dann das Wild verletzt flüchtet, muss eine feine Spürnase her, um die Fährte aufzunehmen. Und die will trainiert sein: Jäger aus der Hegegemeinschaft haben deshalb zusammen mit ihren Hunden ein Fährtenseminar besucht.

Klaus Philipp

Edgar Wagner (Bildmitte) gibt den Hundeführern Tipps.

Ein ganzes Wochenende lang ließen sie sich von Edgar Wagner im Siegritzer Revier Tipps und Tricks zeigen. Der Oberbayer aus Pörnbach gibt schon seit Jahrzehnten Workshops zur Hundeausbildung. Sein Kalender ist voll mit Terminen, viele Jäger legen großen Wert auf seine Meinung und seine Erfahrungen. Beim Seminar suchen die Jagdhunde zusammen mit ihren Hundeführern Fährten, die die Seminarteilnehmer vorher gelegt haben. Dabei tupfen sie Blutspuren eines Wilds auf Laub oder Zweige, um den Lauf eines verunfallten Tiers nachzustellen. Die Aufgabe des Hundes ist es, diese Spur zu finden.

Elisabeth Pöhlmann

Viele Teilnehmer trainierten mit Flat Coated Retrievern.

“Was wir hier machen, ist aktiver Tierschutz”, sagte Edgar Wagner, “denn nach einem Unfall hat jedes Tier das Recht darauf, dass man es – wenn nötig – von seinen Schmerzen erlöst.” Und Unfälle passieren im Gebiet der Hegegemeinschaft häufig: Kaum einen der Jäger hat nicht schon nachts ein Anrufer hochgeschreckt, der ihn gebeten hat, verunfalltes Wild mit dem Gnadenschuss zu erlösen oder von der Straße zu nehmen. Nicht selten muss er dafür jedoch erst mit seinem Hund über Stock und Stein, durchs Unterholz und auf abschüssige Wege, um das verletzte Tier zu finden.

Klaus Philipp

Flat Coated Retriever bei der Arbeit.

Weitere Informationen zum Thema Wildunfälle finden Sie auch in unserer Pressemitteilung Crash mit Bambi kann tödlich enden vom 18.04.2007 in openPR.de.