Wer in der Fränkischen Schweiz lebt, hat bestimmt schon häufiger ein Wisent gesehen. Leider nicht in freier Wildbahn, denn das große Wildrind wurde schon im 18. Jahrhundert in Deutschland ausgerottet. Das Wildgehege Hundshaupten in der Nähe von Forchheim hält jedoch noch einige der braunen, zotteligen Tiere, die an Büffel erinnern. In freier Wildbahn lebt das Wisent nur noch im Urwald von Bialowieza (Polen) und in einem Reservat im Kaukasus.

Nur noch 3.500 Wisent gibt es auf der Welt – das größte und schwerste Landsäugetier Europas ist vom Aussterben bedroht. Grund genug für die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild, eine Organisation zur Erhaltung der freilebenden Tierwelt, das Wisent zum Wildtier des Jahres 2008 zu wählen. Sie und andere Gemeinschaften haben es sich zum Ziel gesetzt, das Wisent in natürlichen Lebensräumen in freier Wildbahn zu erhalten. Ein Auswilderungsprojekt im Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen plant beispielsweise, 25 Wisente dieses Jahr auszuwildern.

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