Ein Waldkauz ist scheu und hauptsächlich nachtaktiv. Einer der gefiederten Gesellen musste vor einigen Tagen aber immer wieder den Schutz den Walds verlassen und hat Zuflucht auf einem Kamin in der Fränkischen Schweiz gesucht. Da saß er dann und beäugte mit großen Augen seine Umwelt. Ins Visier genommen hatte er anscheinend ein Nest mit Amseljungen – doch die Rechnung hatte er ohne die aufgebrachte Amselmutter gemacht, die ihn laut schimpfend immer wieder im Sturzflug attackierte. Dann ging unser komischer Kauz einfach auf Tauchstation in den Kamin … und ist im Dunkel des Walds verschwunden, als die Luft wieder rein war.

Auf der Flucht vor der aufgebrachten Amselmutter flüchtet der Waldkauz auf den Kamin.

Auf der Flucht vor der aufgebrachten Amselmutter flüchtet der Waldkauz auf den Kamin.

Da ist er wieder: Kaum sind die Tage schöner, die Nächte lauer und kürzer, da steigt einem überall dieser besondere Duft in die Nase. Weht von Gärten, Terrassen und Balkonen herüber und lässt Fleischfans das Wasser im Mund zerlaufen. Die Grillsaison ist eröffnet!

Nicht immer muss dabei das Fett tropfen und die Linie leiden: Wildfleisch aus heimischen Wäldern bietet eine echte Alternative zu Schwein & Co. Ernährungsexperten bestätigen: Wildbret ist ausgesprochen cholesterin- und fettarm sowie reich an Vitamin B. Zudem enthält es wichtige Mineralstoffe wie Eisen, Zink und Selen. Negative Einflüsse durch Haltungs- oder Schlachtstress findet man bei wildlebenden Tieren nicht. Nicht nur deshalb ist das Wildfleisch unter Feinschmeckern und Bio-Fans schon ein Geheimtipp.

Die Zubereitung ist einfach: Sie können das Fleisch einfach auf den Rost legen oder es auch vorher ganz mediterran in Olivenöl und einem Schuss Zitronensaft einlegen. Mehr über die Zubereitung von Wildbret finden Sie hier.

Fragen Sie doch Ihren Jäger vor Ort, ob er Ihnen Wildbret anbieten kann. Adressen und weitere Links finden Sie auf den Seiten des Deutschen Jagdschutz-Verbands. Guten Appeitit!

Die Fuchswelpen erkunden die Welt außerhalb des Baus in einem Jurajagd-Revier.

Zu diesem Bild gehört viel Geduld – und eine gehörige Portion Glück obendrein. Klaus Philipp von Jurajagd kennt den Bau dieser Fuchsfamilie bei Heiligenstadt bereits seit Jahrzehnten. Schon oft hat er die Welpen in den Frühjahren bei ihren ersten Rundgängen beobachtet, hat sie tollen und raufen sehen. Aber immer, wenn die Kamera geklickt hat, waren die Welpen – ganz flink, ganz flott – wieder im Bau verschwunden. Jetzt ist entweder die neue Kamera von Klaus Philipp leiser oder die Fuchsfamilie hat sich mittlerweile an ihren stillen Beobachter gewöhnt. Die fünf Racker hier sind etwa fünf bis sechs Wochen alt.

Ausführliche Informationen zu Füchsen gibt´s hier:

Es grünte in Bamberg letztes Wochenende – mitnichten wegen milder Temperaturen, sondern aufgrund des Bayerischen Landesjägertags. Rund 500 Jägerinnen und Jäger tagten zwei Tage lang unter dem Motto „Jäger im Ehrenamt für Natur und Gesellschaft“. Die Gäste und Redner waren hochrangig: Jürgen Vocke, Präsident des Bayerischen Landesjagdverbands, eröffnete zusammen mit Staatsminister Josef Miller die Konferenz.

BJV-Präsident Jürgen Vocke mit dem Staatsminister Josef Miller und der bayerischen Jagdkönigin Susanne Schmid.

Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein würdigte während eines Festakts die Jagd: „Die Jagd ist weit mehr als nur das Erlegen von Wild und die Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestands. Die Jäger übernehmen vielmehr auch eine aktive Rolle bei der Gestaltung unserer Heimat und dem Schutz von Lebensräumen.“

BJV-Präsident Jürgen Vocke zusammen mit dem bayerischen Staatspräsidenten Günther Beckstein.

Natürlich waren auch Jäger der Hegegemeinschaft vor Ort – Bamberg liegt ja schließlich für die Reviere von Jurajagd quasi vor der Haustür. Unser Vorsitzender Klaus Philipp war mit der Kamera unterwegs. Und die Jagdkönigin hat ihm direkt in die Linse gelächelt … na, wenn das kein Waidmannsheil bringt …

Susanne Schmid, die bayerische Jagdkönigin.

Die Trophäen beweisen es: Der Wildbestand in der Hegegemeinschaft Leinleitertal Jura Süd ist gesund. „Wir haben in unseren Revieren ein verhältnismäßig ausgewogenes Verhältnis von jungen und älteren Böcken. Dennoch müssen wir mittelalte Tiere schonen, damit mehr ältere Böcke nachwachsen können“, sagte Klaus Philipp, Vorsitzender der Hegegemeinschaft, bei der diesjährigen Hegeschau. In der Heiligenstädter Örtelscheune konnte er elf Medaillen in den Kategorien Gold, Silber und Bronze für die stärksten erlegten Böcke verteilen.

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Nur noch äußerst selten sieht man den silbernen Schnurrbart eines Fischotters im Bach glitzern: Der flinke Wassermarder gehört zu den bedrohten Tierarten. Damit sich der Bestand in Deutschland wieder etwas erholt, kommt Oberfranken eine tragende Rolle zu. Einige Populationen wandern von Tschechien herüber. Die Chance möchte die Ökologische Bildungsstätte Oberfranken ergreifen und hat deshalb das Projekt „Otterfranken“ ins Leben gerufen.

Mehr dazu und wie vielleicht auch Sie dem Otter eine neue alte Heimat bieten können, erfahren Sie hier.  

Wer in der Fränkischen Schweiz lebt, hat bestimmt schon häufiger ein Wisent gesehen. Leider nicht in freier Wildbahn, denn das große Wildrind wurde schon im 18. Jahrhundert in Deutschland ausgerottet. Das Wildgehege Hundshaupten in der Nähe von Forchheim hält jedoch noch einige der braunen, zotteligen Tiere, die an Büffel erinnern. In freier Wildbahn lebt das Wisent nur noch im Urwald von Bialowieza (Polen) und in einem Reservat im Kaukasus.

Nur noch 3.500 Wisent gibt es auf der Welt – das größte und schwerste Landsäugetier Europas ist vom Aussterben bedroht. Grund genug für die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild, eine Organisation zur Erhaltung der freilebenden Tierwelt, das Wisent zum Wildtier des Jahres 2008 zu wählen. Sie und andere Gemeinschaften haben es sich zum Ziel gesetzt, das Wisent in natürlichen Lebensräumen in freier Wildbahn zu erhalten. Ein Auswilderungsprojekt im Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen plant beispielsweise, 25 Wisente dieses Jahr auszuwildern.

Hier noch einige weiterführende Links zum Thema:

JuraJagd-Profil:

Auf JuraJagd.de verfasst, sammelt und bewertet die Hegegemeinschaft Leinleitertal Jura Süd interessante Infos, Meldungen und Meinungen zu Hege, Jagd und Naturschutz in Franken. Für uns viel mehr als nur ein Hobby ...

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